12 wertvolle Tipps gegen Stress beim Autofahren im Pharma-Außendienst

Autofahrt Außendienst Pharma

Warum werden viele von uns beim Autofahren so schnell ungeduldig, wütend und fühlen sich gestresst? Gründe für Stress beim Fahren gibt es viele. Zunächst möchte ich euch das Autofahren als möglichen Stressor anhand von zwei Beispielen erläutern.

Staus bringen die meisten Menschen in Rage und dies bedeutet nun mal Stress. Auslöser dieser Ungeduld oder sogar Wut ist in den meisten Fällen unser Zeitmanagement, es ist einfach unsere Angst, nicht rechtzeitig zu einem Termin zu kommen. Dies lässt sich aber ganz leicht vermeiden, wenn ihr bei der Planung eurer Termine ein Polster einrechnet. Sollte sich eine Verspätung trotzdem nicht vermeiden lassen, bleib gelassen. Ein höflicher Anruf und Situationsbeschreibung trifft in der Regel auf Verständnis.

Stress beim Autofahren

Ein Indiz dafür, dass es mit der Geduld nicht immer ganz einfach ist, ist die Zahl der juristischen Auseinandersetzungen, bei denen es um Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr geht. Diese nimmt immer weiter zu. Ein Grund dafür sind die ständig wachsenden Anforderungen an die Autofahrer durch erhöhtes Verkehrsaufkommen. Die tägliche Fahrt durch den Verkehrsdschungel belastet besonders uns im Pharma-Außendienst. Staus und das überhöhte Verkehrsaufkommen im Berufsverkehr sind die Hauptauslöser für Stress beim Autofahren. Drängler, Schleicher und ignorante Autofahrer tun ihr Übriges dazu. Nicht zuletzt sorgen Terminstress und der Zwang zur ständigen Erreichbarkeit für zusätzlichen Stress hinterm Steuer.

Die gute Nachricht – es gibt Mittel und Wege mit dem Stress beim Autofahren umzugehen. Hier habe ich meine 12 besten Tipps für euch zusammengestellt:

1. Tourenplanung am Vorabend beugt Stress vor

Folgende Fakten sind dabei für euch wichtig:

  • Welcher Arzt ist zur Zeit im Urlaub?
  • Welche Arztpraxis hat früh morgens schon geöffnet?
  • Welche Arztpraxis hat die längsten Öffnungszeiten (mittags und abends)?
  • Wo liegen eure Ärzte?

2. To-Do-Listen für jeden einzelnen Tag

Im Zeichen der Digitalisierung ist es heute ein Kinderspiel seine Aufgaben, wie tägliche Anrufe mit Notizen auf seinem Handy zu planen und sich automatisch die Anrufliste aufrufen zu lassen. Somit benötigt man nur einen Klick auf dem Smartphone und kann im Stau diese Anrufe mittels Freisprechanlage nach der Reihe abtelefonieren.

3. Telefonieren während der Fahrt genau abwägen

Viele Autofahrer unterschätzen die Gefahren, die durch das Telefonieren am Steuer entstehen. Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde zwei Sekunden auf ein Handy-Display sieht, fährt knapp 30 Meter ohne Sicht. Auf der Autobahn beträgt die blind gefahrene Strecke bei 100 km/h schon 60 Meter. Deshalb sollte man auch vor jedem Telefonat genau überlegen, mit wem man telefoniert. Bloß keine schwierigen, stressigen Telefonate während der Autofahrt führen, denn ein wütender Autofahrer ist kein guter Autofahrer. Freisprechanlagen erleichtern uns zwar die Tätigkeit während der Fahrt ungemein, jedoch stellt dies ebenso einen Stressor dar, den man nicht unterschätzen sollte. Entscheidend ist beim Autofahren, wie gut wir unsere aktuelle Gefühlslage steuern können. Je besser das gezielt gelingt, desto weniger kann sich Stress ausbreiten.

4. Vor dem Start morgens alles genau überprüfen

Ist mein Autositz richtig eingestellt? Ihr verbringt viel Zeit hinter dem Steuer, achtet auf die richtige Sitzeinstellung beim Autofahren. Beim starken Bremsen rutscht nichts durch den Fahrerraum, ist alles gesichert?
Sind meine Innen- und Außenspiegel richtig eingestellt und habe ich eine freie Sicht? Parkkleingeld sollte griffbereit und in nicht einsehbarer Verkleidung hinterlegt werden, somit gerät man auch nie in Stress, wenn man den Geldbeutel mal zu Hause vergessen hat.

 

Die Top 10 der häufigsten Ablenkungen beim Autofahren

1Herunterfallende Gegenstände (53%)
2Telefonieren (48%)
3SMS, Nachrichten oder E-Mails schreiben (46%)
4Bedienen des Navigationsgeräts oder anderer Bedienelemente, z.B. Klimaanlage, Radio, etc. (40%)
5Essen & Trinken (30%)
6Körperpflege (23%)
7Kinder als Beifahrer (23%)
8Tiere im Fahrzeug (21%)
9Einstellen von Sitz oder Spiegeln (21%)
10Rauchen im Fahrzeug (18%)

Quelle: Offizielles Portal der Hansestadt Hamburg (Stand 2015)

 

5. Beruhigende Musik einlegen

Sie verlangsamt den Puls und fördert die innere Ruhe. Legt eure Lieblingsmusik beim Autofahren auf und summt einige Minuten mit. Achtet darauf, dass ihr beim Summen nicht eure Stimme drückt oder quetscht. Idealerweise spürt ihr ein leichtes Prickeln auf der Oberlippe und entdeckt euren Kopf als Resonanzraum. Wenn wir morgens im Auto einige Minuten summen, pendelt sich die Stimme etwas tiefer ein. Dadurch werden insbesondere Frauen nicht so schnell heiser. Summen beruhigt und ist Balsam für strapazierte Stimmen! Die positiven Emotionen, die man jeweils damit verbindet, reduzieren negative Gedanken.

6. Entspannung der Gesichtszüge hilft gegen Stress

Das tut ihr am Besten, indem ihr in den Rückspiegel schaut und zwinkert oder euch aufmunternd zu nickt. Entspannt ganz bewusst eure Gesichtszüge, macht den Kiefer locker, gähnt, glättet die Stirn. Denkt an ein schönes Ereignis (z.B. Urlaub) oder an einen lieben Menschen, den ihr bald wiedersehen werdet und lächelt ihm innerlich zu. Mit einem ruhigen, tiefen Atemzug, lasst ihr los und könnt nun in euren Außendiensttag starten.

7. Angewöhnung einer friedlichen Fahrweise

Fahrt passiv, haltet genügend Abstand zum Vordermann ein, denn Auffahren bedeutet eine Stresssituation. Denkt auch daran, dass Drängeln unter Strafe gestellt wird.
Von einem Automobilhersteller wurde getestet, wie die Aggressionen eines anderen Fahrers durch Einsatz von Lichthupe und Drängeln sich auf den Körper auswirken: Der Herzschlag stieg auf bis zu 155 Schläge pro Minute beim Drängeln und beim Einsatz der Lichthupe sogar auf bis zu 175 Schlägen pro Minute, deshalb bleibt ruhig und gelassen.

8. Nicht provozieren lassen

Bei Provokation heißt es „ruhig Blut“ bewahren und keine Drohgebärden oder den berühmten Finger erwidern. Zuerst einmal ganz tief durchatmen, bis 10 zählen und sich sagen: „ Es war doch gar nichts“, denn sich genau so verhalten, wie unser Provokateur oder wütend zurückschimpfen bringt nichts außer noch mehr unnötigen Stress.

9. Lieblingslieder mitsingen

Das sorgt für Stimmung und senkt den Stresspegel.

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10. Bei Stressgefühl

Ein paar Mal langsam und tief durch die Nase einatmen und durch den halbgeschlossenen Mund langsam ausatmen.

11. Ausreichend Sauerstoff

Jede noch so kleine Muskel-Aktivität verhilft unserem Körper zu einer Erfrischung. Was können wir dafür tun? Zum Beispiel kann man während der Autofahrt die Muskelspannung so gering wie möglich halten.
Deshalb kontrolliert ganz bewusst, ob die Schultern hochgezogen und die Nackenmuskeln angespannt sind. Ist dies der Fall, die Schultern senken und die Muskeln lang werden lassen. Bei jeder roten Ampel oder im Stau kann man mit kleinen Übungen seinen Körper wieder erfrischen. Wir können uns dadurch viel besser konzentrieren, das erhöht die Fahrsicherheit und vermindert den Stress durch mehr Gelassenheit.

12. Abschlusstipp für Staus und Rote-Ampel-Phasen

Räkelt und streckt euch. Drückt mit den Armen gegen das Dach und haltet die Spannung für einige Sekunden. Spannt das Gesäß sowie den Bauch für Sekunden an und entspannt dann wieder. Ihr umschließt mit beiden Händen das Steuer, drückt fest zu und haltet die Spannung drei bis zehn Atemzüge. Spürt eure Muskulatur in den Armen und Schultern, im Rücken und Bauch sowie im Gesäß und in den Beinen. Dann lasst wieder los und genießt das angenehm lockere Gefühl. Macht euch den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung bewusst. Ihr könnt die Übung mehrmals wiederholen, zwischen den Blöcken tief ein- und ausatmen. Mit diesen Übungen regt ihr den Körper an und nach der Anspannung folgt die Entspannung.

Hättet ihr in eurem Auto ein Zählwerk, das jedes Mal anspringt, wenn ihr an einer roten Ampel steht (ca. 15 Ampeln zu je zwei Minuten pro Tag), dann kämen im Laufe eines Jahres mehr als 6.600 Minuten ( 4,5 Tage) zusammen und die unzähligen Stunden im Stau kommen noch dazu. An roten Ampeln und im Stau zu stehen kostet Zeit, Nerven und ist ein Stressor! Was würdet ihr davon halten, wenn rote Ampeln von nun an euer Signalgeber für die eigene Gesundheit werden?

Nutzt die Zeit effektiv für euer Wohlbefinden!
Ich wünsche euch jetzt eine „stressfreie Autofahrt“.

Eure Iris Haage-Greff,

„Die Burnout Praxis“

zertifizierter und lizenzierter Antistress-Burnout-Master-Coach®

Ihr Ansprechpartner

Iris Haage-Greff
Business Development